Auch in diesem Jahr waren wieder die Viertklässler der Grundschule Plattling bei uns zu Gast.

Im Biologiesaal erwartete sie zum Beispiel ein Skelettpuzzle oder ein menschlicher Torso, der zusammengebaut werden sollte. Wer diese Aufgabe gemeistert hat, konnte sich dem Mikroskopieren widmen. Es gab vom Hefezellen und Wasserpestplättchen oder Chloroplasten über Schlangenhaut und Feder so einiges zu bestaunen. Sogar die Dicke eines Fadens lässt sich unter dem Mikroskop gut bestimmen.

Eine Etage höher durften die Grundschüler in die Welt der Physik schnuppern und verschiedene Experimente aus unterschiedlichen Themengebieten durchführen. Dabei galt es zum Beispiel Geschick am zweiseitigen Hebel zu beweisen, damit die zur Verfügung stehenden Stofftiere nicht herunterfallen. Ein paar Stationen weiter konnte man Wasser mit Hilfe eines elektrostatisch geladenen Stabes ablenken. Wer seine Schnelligkeit testen wollte, konnte kleine Holzwürfel auf einem Papierstreifen stapeln und diesen anschließend herausziehen, ohne den Turm umzuwerfen. Alle Schülerinnen und Schüler mit starkem Fußtritt durften vor den Sälen eine Rakete mittels Luftdrucks den Gang entlang schießen. Bevor es dann im Kunstsaal weiterging verabschiedeten sich die Physiker mit einem Demonstrationsversuch, der eine Dose implodieren ließ.

Überall Mausefallen und Katzen. Die Wege zu Land und zu See sind versperrt. Kein Durchkommen. So ergeht es der kleinen Maus, Heldin des Kindersachbuchs „Lindbergh. Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus.“ (T. Kuhlmann). Und so bleibt ihr nichts anderes übrig, als fliegen zu lernen, um über den Atlantik zu gelangen.
Zusammen mit der kleinen Maus fieberten die Schülerinnen und Schüler der allmählichen Entwicklung der Fluggeräte nach, die sämtlich an die wirkliche Entwicklung der Luftfahrt erinnern. Nach der Lektüre konnte in einigen Experimenten selbst geübt und geprobt werden: Was ist der Luftwiderstand? Warum ist die Erdanziehungskraft ein Problem? Was ist der Auftrieb und wie kommt er zustande? Erste Erfahrungen in der Flugkunst konnten mit einem perfekt gefalteten Flieger gesammelt werden.
So zeigt sich: Auch literarische Erzählungen können einen Baustein im Fachbereich MINT legen.

Ein großes Dankeschön an das Organisationsteam um Frau Raßhofer und unsere fleißigen Tutoren, die unseren jungen Gästen immer freundlich zur Seite standen.

Text: Markus Prölß und Elisabeth Reimer
Bilder: Stephan Bosl