Zu diesem spannenden Thema der Vorlesung an der Kinderuni in Deggendorf trafen sich interessierte Schülerinnen und Schüler unserer 6. Klassen am Freitagnachmittag mit Fr. Reimer an der Technischen Hochschule.

Herr Arbeck und Frau Pöschl vom C.A.R.M.E.N. e. V. in Straubing begrüßten die jungen „Studentinnen und Studenten“ ganz herzlich und entführten sie in die Welt der Biokunststoffe und des Kompostes. Dazu wurden erst einmal nachwachsende Rohstoffe gesucht, die sich vielleicht für die Herstellung von Biokunststoff eigenen. Anschließend machten alle eine Stoffsammlung, was schon bekannt ist und was noch für Fragen offen sind.

Herr Arbeck und seine Kollegen untersuchen und experimentieren mit Alternativen aus nachwachsenden Rohstoffen zu herkömmlichem Plastik aus Erdöl, da dieses ja nicht zersetzt und abgebaut werden kann und somit schlecht für unsere Umwelt ist. Biokunststoffe sind aus nachwachsenden Rohstoffen, aber nicht unbedingt biologisch abbaubar. Wodurch nicht alles, was aus Biokunststoff ist, für den Komposthaufen oder die Biotonne geeignet ist. Um das zu veranschaulichen, haben die Referenten einen Komposthaufen im Aquarium mitgebracht, an dem man genau erkennen konnte, wo die Mikroorganismen bereits mit dem Zerfressen einer kompostierbaren Tüte angefangen haben. Die farbliche Veränderung ist ein eindeutiges Zeichen dafür. Für daheim im Garten sind diese Tüten aber nicht empfehlenswert, da die Temperaturen im Vergleich zu einer industriellen Kompostieranlage zu niedrig sind und man sehr lange warten müsste, bis die Tüte abgebaut ist. Zwischendurch lockerten die Referenten den Vortrag mit einem kleinen Spiel auf, bei dem die teilnehmenden Kinder erfahren konnten, warum die Kohlenstoffatome im Holz leichter zu trennen sind als die Kohlenstoffatome im Plastik.

Nach all den Informationen zeigte Herr Arbeck noch verschiedenste Gegenstände aus Biokunststoff, die aber nicht alle zum Kompostieren geeignet sind. Sie müssten unbedingt den Aufdruck „kompostierbar“ haben, damit man sie als Biomüll entsorgen könne.

Zum Schluss bekamen die Studenten noch Verpackungsfolie, die aus Reisstärke hergestellt wird und sogar essbar ist. Großer Nachteil: sie ist nicht wasserfest und löst sich, wie der Test gezeigt hat, auf.

Erstaunt über die vielen Möglichkeiten und, dass man manches Verpackungsmaterial sogar problemlos essen kann, verließen wir nach einer sehr interessanten Vorlesung den Hörsaal und freuen uns auf den nächsten spannenden Vortrag an der Kinderuni.

Text und Bilder: Elisabeth Reimer