Gleich drei Referenten informierten am Dienstagabend die Eltern und Schüler der 9. Klassen über die Möglichkeiten nach der Realschule. Gerade in dieser Zeit, in der unklar ist, wie es wirtschaftlich weitergehen wird, ist es umso wichtiger, dass die Schüler Anstrengungsbereitschaft zeigen, um später ihren Traumjob zu bekommen.

Andrea Haller von der Agentur für Arbeit Deggendorf informierte die Eltern über den Zeitplan der Berufswahl und regte an, dass sich die Schüler bis Ende dieses Schuljahres für in Frage kommende Berufe entschieden haben sollten. Dies ist wichtig, damit die Bewerbungsfristen für den Ausbildungsbeginn eingehalten werden können. Sie wies auf die angebotene Unterstützung der Agentur für Arbeit hin, die von der Einführung der „Jobbörse“ im Klassenverband bis hin zu berufspsychologischen Einzeltest an der Agentur für Arbeit rührt.

Mit dem Internetangebot der Agentur für Arbeit unter „Berufe-Universum“ und „Berufe Entdecker“ bietet sich eine erste Möglichkeit, um in Frage kommende Berufe auszuwählen. Unter „BerufeNet“, „KursNet“ oder „BerufeTV“ in der Onlineversion oder vor Ort im Berufsinformationszentrum in Deggendorf kann man anschließend den in Augenschein genommenen Beruf genauer unter die Lupe nehmen. Schließlich lassen sich freie Ausbildungsstellen beispielsweise in der „JobBörse“ finden.

Welche Möglichkeiten bieten sich nun nach der Mittleren Reife?

Neben einer betrieblichen Ausbildung können die FOS, eine Fachakademie oder eine Berufsfachschule besucht werden. Auch der öffentliche Dienst, Polizei oder Bundeswehr bieten sich zur Ausbildung an. Der Übertritt an das Gymnasium oder eine duale Ausbildung mit Fachhochschulreife (DBFH) eignen sich für leistungsstarke Schüler, die auch während dieser Zeit der Ausbildung bereit sind, sich überdurchschnittlich zu engagieren. Sollte ein Beruf z. B. im Schreinerhandwerk angestrebt werden, muss zuvor ein Berufsgrundbildungsjahr absolviert werden.

„Neben den Zeugnisnoten und der Zeugnisbemerkung sind gezielte Praktika und eine ansprechende, individuelle schriftliche Bewerbung wichtig, um den ersten Schritt in Richtung Auswahltest oder Vorstellungsgespräch zu tätigen.“, so Andrea Haller.

Elke Endl, Beratungslehrerin an der Fachoberschule Deggendorf, informierte über die Möglichkeiten der FOS im Allgemeinen und ganz speziell in Deggendorf. Hier kann man zwischen den Zweigen Internationale Wirtschaft, Wirtschaft, Technik und Soziales wählen. Zugangsvoraussetzung ist dafür die Notensumme 10 in den Fächern Mathematik, Deutsch und Englisch im Zeugnis des mittleren Schulabschlusses. Maria Kufner und Denise Bochniczeck, ehemalige Schülerinnen der Realschule und derzeitige Schülerinnen der FOS, berichteten über ihre Erfahrung, auch in der fachpraktischen Ausbildung.

Abschließend warb Thomas Hierbeck, Geschäftsführer der gleichnamigen Schreinerei in Schöllnach, für eine Ausbildung im Handwerk. Er stellte die verschiedenen Aufstiegsmöglichkeiten im Handwerk ausführlich dar und empfahl den Eltern auch diese Chance bei der Berufswahl in Betracht zu ziehen.

 

Text und Bilder: Katrin Endl