200 Flatterulmen gepflanzt – Umwelt-AG und 6b renaturieren die Hartholzaue am Angergries

In bewährter Kooperation mit dem Wasserwirtschaftsamt Deggendorf halfen unsere Schülerinnen und Schüler auch dieses Jahr wieder bei der Renaturierung der Auenlandschaft am Plattlinger Angergries. 

Nach einem knapp einstündigen Fußmarsch wurde die Schülergruppe in Begleitung der Umweltbeauftragten Anita Goller und der Lehrerin Margit Radlinger-Rauch von Clemens Berger vom Wasserwirtschaftsamt (WWA) Deggendorf begrüßt. Clemens Berger hatte noch einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verstärkung dabei und auch das Haus zur Isarmündung war personell vertreten, um ihr Wissen an die 33 Fünft- bis Achtklässler weiterzugeben.

 

So erfuhren die Schüler, dass die Flatterulme eine mittlerweile recht selten gewordene Baumart der Hartholzaue ist, die mit ihren Brettwurzeln mangrovenähnlich mit höherem und niedrigerem Wasserstand gut umgehen kann, also perfekt an die Bedingungen der Aue angepasst ist. Da aber jahrzehntelang der Mensch die Auen zerstört hat, sind auch die Flatterulmenbestände überall zurückgegangen.

In den Isarauen bei Plattling wird nun in einem jahrelangen Renaturierungsprozess der Aue wieder Raum zur Entfaltung gegeben. Der Fluss kann ausufern, Flora und Fauna dürfen wieder vielfältig und stark werden und auch der Mensch hat etwas davon: Eine intakte Aue schützt vor Dürren und Überschwemmungen, sie ist wichtig für die Neubildung des Grundwassers und liefert damit einen wichtigen Beitrag für die Klimaresilienz der ganzen Region.

Die Schülerinnen und Schüler konnten es kaum erwarten, dabei tatkräftig mitzuhelfen. Mit Spaten wurden in Teamarbeit Pflanzlöcher für die Flatterulmen gegraben, die Wurzeln der Bäume dann fächmännisch mit Erde bedeckt, die Erde festgetreten und angegossen. Den Flatterulmen wurden also von den Kindern ideale Startbedingungen mitgegeben. Zwischendurch gab es für alle Brezeln und Apfelschorle zur Stärkung, spendiert von Clemens Berger und seinem Team.

Das Wasserwirtschaftsamt bedankte sich bei jedem mit Urkunden und einem kleinen Geschenk, wobei das größte Geschenk für alle war, sich tatkräftig in der freien Natur für die Natur einzusetzen. Handeln stärkt und macht Hoffnung auf eine gute Zukunft für alle!

Text und Bilder: A. Goller