Schulchronik von 1991 bis 2000
| 1991 | Seit langem laufen die Vorbereitungen für die Feier des 40-jährigen Bestehens der Realschule Plattling am 26. Oktober 1991. Das Programm umfasst einen Festgottesdienst mit anschließendem Festakt mit geladenen Gästen. Am Nachmittag ist Tag der offenen Tür und Treffen aller Absolventen der Realschule. Dafür wird am Schul- hof ein Festzelt errichtet. Mögen die beiden bemerkenswerten Tatsachen, dass 1991 alle Schülerinnen und Schüler die Abschlussprüfung bestanden und dass im Schuljahr 1991/92 die Schülerzahlen wieder zunehmen, ein gutes Omen für das Gelingen des 40-jährigen und das Zustandekommen des 50-jährigen Jubiläums der Staatlichen Realschule Plattling im Jahre 2001 bedeuten. Das wohl spektakulärste Ereignis im Jahr 1991 war die Feier zum 40-jährigen Bestehen der Realschule Plattling am Samstag, dem 26. Oktober 1991. Nach dem Gottesdienst in St. Michael fand in der Realschule ein Festakt statt, an dem zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens teilnahmen. Musikalisch wurde die Feierstunde durch ein Bläserquintett ehemaliger Schüler und den Schulchor umrahmt. Die Veranstaltung wurde per Video in das im Schulhof errichtete Zelt übertragen, wo sich schon viele ehemalige Schülerinnen und Schüler eingefunden hatten. Das Rahmenprogramm der 40-Jahr-Feier war reichhaltig und abwechslungsreich. So gab es beispielsweise Ausstellungen zu folgenden Themen: Ballaststoffe in unserer Ernährung, Sport, Zeitgeschichte, Mathematik und Physik. Des weiteren wurden Kreuzworträtsel in Bildern, Kinderbetreuung, Sketche, Lesen in der Schule (Bilderbuch-Kino), Ausdrucken von Biorhythmen und Vorführung von Filmen zur Verkehrserziehung angeboten. Großen Zulauf hatten auch die Sportvorführungen verschiedenster Art, die in der Turnhalle zu sehen waren. Besonders gut kam die wiederholt gezeigte Modenschau an, in der Schülerinnen und Schüler Kleidung aus früheren Jahrzehnten gekonnt präsentierten. Spät in der Nacht klang der ereignisreiche Tag im Festzelt aus, wo stets großes Gedränge herrschte. Die Presse unterstrich mit ihren Schlagzeilen, dass sich die Mühe, die sich die Lehrkräfte bei der Vorbereitung zusammen mit ihren Schülerinnen und Schülern gemacht hatten, voll gelohnt hatte: „40jähriges Realschul-Jubiläum wurde Riesenfest“, „Tag der offenen Tür beim Realschul-Jubiläum war voller Erfolg – Schülervorführungen begeisterten“
... Eines der Ziele des Freundeskreises ist, die Schülerlisten der „Ehemaligen“ zu sammeln, zu pflegen und für Klassentreffen zur Verfügung zu stellen. ... |
| 1992 |
Am Donnerstag, dem 19. 11. 1992, wurde unserer Schule in einer würdigen Feierstunde der Name Conrad-Graf-Preysing-Realschule verliehen. Der Namensgeber Conrad Graf von Preysing kann unseren Schülerinnen und Schülern als nachahmenswertes Vorbild dienen, weil er ein aufrechter und sozial eingestellter Mann war, der sich um das Wohl Plattlings sehr verdient gemacht hat. |
| 1993 |
Am Freitag, dem 26. 3. 1993, wurde die neue vernetzte Computeranlage der Öffentlichkeit vorgestellt. Dadurch konnte u. a. im Fach Technisches Zeichnen noch effektiver gearbeitet werden. Am Freitag, dem 14. 5. 1993, stand einen ganzen Tag lang das Thema Gewalt für die 9. und 10. Klassen auf dem Stundenplan. Interessante Vorträge und Diskussionen, Filmvorführungen und Gruppenarbeit wechselten einander ab und vertieften das Thema. Dank umfangreicher und gewissenhafter Planungen und kompetenter Referenten sowie dank des vorbildlichen Einsatzes des gesamten Kollegiums (vor allem aber von Frau Taiber) konnte erreicht werden, Gewalt in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen aufzuzeigen und mit den Schülerinnen und Schülern Konfliktlösungen zu erarbeiten. |
| 1994 | Das Jahr 1994 war überschattet vom Tod unseres beliebten und geachteten ehemaligen Schulleiters Ludwig Stockinger am Montag, dem 28. Februar 1994. Stockinger wurde 1964 vom damaligen Leiter der Mittelschule Plattling, Norbert Honsa, an unsere Schule geholt, wo er 10 Jahre lang als Seminarlehrer für die Wirtschaftsfächer tätig war. 1974 wurde er zum Konrektor an der Realschule Schöllnach befördert. 1976 kam er als Realschulrektor an die Realschule nach Bogen, wo er bis 1985 blieb. Dort sorgte er für zahlreiche Neuerungen und verhalf damit der Schule zu einem bemerkenswerten Aufschwung. Als Norbert Honsa als Leiter der Plattlinger Realschule 1985 in den Ruhestand ging, kehrte Ludwig Stockinger am 16. Februar 1985 in die Isarstadt als Realschulrektor zurück. Da er gesundheitlich angeschlagen war, trat er schließlich mit Ablauf des Schuljahres 1987/88 in den wohlverdienten Ruhestand. Sein Nachfolger als Schulleiter wurde Josef G. Matsche, der vor seiner Ernennung zum Realschulrektor als Konrektor in Schöllnach wirkte. |
| 1995 1996 1997 1998 |
Bekanntgabe des Bayerischen Kultusministeriums am 19. 01.1995: Die Conrad-Graf-Preysing-Realschule Plattling nimmt am Schulversuch „sechsstufige Realschule“ teil. Dadurch gehörte unsere Schule zu einer der ersten Realschulen in Niederbayern, die diese neue Ausbildungsform erproben konnten. Am Beginn des Schuljahres 1995/96 startete der Schulversuch mit drei 5. Klassen. 66 Kinder, davon 28 Mädchen und 38 Knaben, wählten die sechsstufige Form der Realschule. Neugierig und erwartungsvoll gingen die Schüler und ihre Lehrer die neue Aufgabe an. Im sportlichen Bereich taten sich besonders die Mädchen der Wettkampfklasse III hervor: Sie wurden unter ihrem „Coach“ Dieter Gross in Mainburg niederbayerischer Meister im Fußball. Am 27. Juni 1996 verstarb der ehemalige Hausmeister der Realschule Plattling, Herr Bruno Hanka, der vom 1. Januar 1974 bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand am 31. Januar 1987 unsere Schule stets zuverlässig betreute. Im Schuljahr 1996/97 lief der Schulversuch „sechsstufige Realschule“ in Plattling bereits im zweiten Jahr mit Erfolg. Neben Plattling gab es in Niederbayern nur noch zwei Landshuter Schulen, welche diese Ausbildungsform anboten. Die Plattlinger Zeitung vom 28. Februar 1997 berichtete unter anderem: Josef G. Matsche und seine Lehrkräfte haben mit den neuen 5. und 6. Klassen nur die besten Erfahrungen gemacht. Gestern Abend sind Plattlinger Schüler sogar auf „Tournee“ gegangen. Bei einem Erfahrungsaustausch mit einer Landshuter Realschule war Josef G. Matsche Podiumsteilnehmer. Das Thema – logischerweise – hieß „sechsstufige Realschule“. Und Plattlinger Schüler zeigten bei einem kleinen Theaterstück, was sie in Kunsterziehung und in Englisch so alles gelernt haben. Das Theaterstück wurde nämlich ganz und gar in englischer Sprache dargeboten ... In einer Broschüre „Sechsstufige Realschule – Bildungsmodell für Bayern“ kommen zahlreiche Eltern, Politiker und Vertreter der Wirtschaft zu Wort, die dieses Schulmodell begrüßen. ... Matsche zählt die Vorteile dieses Schulversuches auf: „Es findet eine vertiefte Behandlung des Unterrichtsstoffes in den Fächern Deutsch, Mathematik und Englisch – jeweils fünf Unterrichtsstunden pro Woche – ohne Zeitdruck statt. Es gibt keine Probezeit und der Eintritt in die fünfte Klasse erfolgt im besten Lernalter. Wir haben ein breites Angebot an musischen Fächern. Während am Gymnasium das Erlernen einer zweiten Fremdsprache verbindlich ist, haben die Schüler an unserer Realschule die Wahlmöglichkeit. Je nach Eignung kann man eine zweite Fremdsprache oder einen anderen schulischen Schwerpunkt wählen.“ Momentan werden an der Plattlinger Realschule 73 Schülerinnen/Schüler in den 5. Klassen und 67 in den 6. Klassen unterrichtet.“ Im Schuljahr 1996/97 präsentierte sich die Realschule mit einer eigenen Homepage, nachdem sie bereits seit zwei Jahren einen Anschluss ans Internet hatte. Wichtige Tipps zum Schulübertritt, eine kleine Checkliste über die notwendigen Dokumente, Informationen über Schulkosten, über die sechsstufige Realschule und ein Überblick über die Ausbildungsrichtungen waren hier u.a. nachzulesen. Im Schuljahr 1997/98 hielt der Zulauf zur Eingangsklasse weiter an. So konnten drei 5. Klassen mit insgesamt 82 Schülern gebildet werden, die höchste Schülerzahl seit Einführung des Schulversuchs „sechsstufige Realschule“. Der Zugang zum Internet, der nun auch für die Schüler eingerichtet wurde, stieß bei diesen auf reges Interesse. In drei Wahlunterricht-Gruppen erforschten sie das Internet. Johannes Pasquay betreute dieses Projekt. Er stellte erfreut fest, dass die Mädchen in den Internetkursen vollkommen emanzipiert seien und ungefähr die Hälfte der Teilnehmer bildeten. Insgesamt standen 32 Arbeitsplätze zur Verfügung |
| 1999 |
Der Schülerwettbewerb wird in die Tat umgesetzt. Erste Begrünung des Schulhofes vor der Hausmeisterwohnung 1993. 1999 ist es dann endlich soweit. Besonders erfreut waren die Schüler über eine Spende des Freundeskreises der Realschule, die ihnen allen zugute kam, nämlich eine geräumige Rundbank, die im Nordhof aufgestellt und sofort intensiv benutzt wurde. Für ein weiteres Geschenk bedankte sich Realschulrektor Matsche beim Freundeskreis und dem Elternbeirat, weil ihm der gespendete Beamer vor allem im TZ-Unterricht besonders gute Dienste leistete. Ein bemerkenswertes Ereignis war der Besuch von Staatssekretär Karl Freller am 6. Mai1999 auf Einladung von MdL Bernd Sibler. Er erläuterte Schülern, Eltern und Lehrern die „Schulreform in Bayern“. Auch Landrat Dr. Georg Karl und Vertreter der CSU-Ortsverbände waren anwesend. Karl Freller war begeistert und sehr überrascht von der Begrüßung durch eine 5. Klasse. Ein „Rätselbuch für langweilige Sitzungen“, bei dem er als Hauptpreis eine Pause mit den Kindern der 6c gewinnen konnte, beschäftigte den Politiker intensiv. Er versicherte, dass er seine „Hausaufgabe“ machen werde. Die Buben der 6b hatten für ihn Redensarten in Bilderrätseln gemalt. Die Schülerzeitungsredakteure hatten Fragen vorbereitet, für die er ihnen Anerkennung zollte. Staatssekretär Freller hielt Wort und schickte zwei Wochen später der Klasse 6c die gelösten Rätsel zusammen mit einem selbst gebackenen Apfelkuchen, worüber sich die Schüler natürlich sehr freuten und in einem Brief bedankten.
Als Neuerung wurden für alle Realschulen in Bayern sogenannte Schultandems bestimmt. An unserer Schule wurde dieses Tandem von Herrn Johannes Pasquay und Herrn Johann Wagner gebildet. Am 11.11.1999 wurden sie geschult, um SchiLF-TeluMM (Schulinterne Lehrerfortbildung – Telekommunikation und Multimedia) betreiben zu können. Ihr Ziel war es, eine Schulhomepage zusammen mit ihren Kollegen zu erstellen. Tatsächlich opferten viele Lehrkräfte so manchen Dienstagnachmittag und machten es möglich, dass unsere Webseiten bald zum Vorbild für viele andere Schulen wurden. Die Homepage kann unter aufgerufen werden.
Herr Johannes Pasquay und Herr Johann Wagner haben mit ihrem Projekt bewiesen, dass es mit einfachen Mitteln möglich ist, eine sehr große Lärmdämmung zu erreichen. |


























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