Schulchronik 1971 bis 1980
| 1971 | Ihren Höhepunkt erreichte die Raumnot an der Realschule in Plattling 1971. Seit Jahren besuchten über 500 Schüler die Realschule Plattling, aufgeteilt auf 16 bis 18 Klassen. Das 1959 bezogene Gebäude war zwar für 12 Klassen vorgesehen, erfüllte das für 12 Klassen vorgeschriebene Raumprogramm jedoch nur zu 60 Prozent. 1.000 qm Sonder- und Nebenräume fehlten. Im Frühjahr 1971 verstärkten das Direktorat und der Elternbeirat der Realschule Plattling ihre Bemühungen, den Sachkostenträger zu veranlassen, mit den Planungen der unbedingt notwendigen Baumaßnahmen zu beginnen. Bei der Überprüfung des zur Verfügung stehenden Grundstückes ergab sich, dass die vorhandenen Flächen den Bau eines neuen Traktes mit den vorgesehenen Sonderräumen nicht gestatteten. Es kam nur eine Aufstockung der bestehenden Gebäude und ein Ausbau des Zwischentraktes in Frage. |
| 1972
1973 |
Schon im Juli 1972, also noch während der letzten Schultage, begannen Handwerker mit ihren Arbeiten. Ende September war der Rohbau fertig. Während in den unteren Stockwerken unterrichtet wurde, ging den Winter über der Ausbau der obersten Etage weiter. Im Januar 1973 wurden als erstes die Verwaltungsräume im 2. Stock des neuen Zwischentraktes und kurz darauf auch das Lehrerzimmer im 1. Stock dieses Gebäudeteiles in Betrieb genommen. Im Frühjahr erfolgte das Verkleiden der Außenmauern der ganzen Schule mit Eternitplatten. Ab Ostern standen auch der neue Musiksaal und der technische Zeichensaal behelfsmäßig eingerichtet zur Verfügung. Im 3. Stockwerk der beiden Gebäudetrakte entstanden ein Zeichensaal, ein Musiksaal, ein Mehrzweckraum, ein Phonotypiesaal und vier kleinere Nebenräume. Ab Beginn des Schuljahres 1973/74 konnten die neuen Räumlichkeiten benutzt werden. Die Stadt Plattling, die bis Ende 1973 noch Sachkostenträger der Realschule Plattling war, stattete den Musiksaal, den Zeichensaal und den Seminarraum aus. Das Geld reichte auch noch für die Beschaffung neuer Möbel für den Phonotypiesaal. |
| 1974 | Am 1. Januar 1974 übernahm der Landkreis Deggendorf die Sachkostenträgerschaft für die Realschule Plattling. Die bis dahin von der Stadt Plattling geleistete Auf- und Ausbauarbeit wurde umsichtig, zielstrebig und tatkräftig vom Landkreis Deggendorf fortgesetzt. Gleich im ersten Jahr erhielt die Realschule Plattling eine bessere Einrichtung für die Schulküche. Die Nachfolge des tödlich verunglückten Realschulkonrektors Bruno Brendel trat Therese Reiß im Januar 1971 an. Am 1.3.1974 wurde sie in den Ruhestand versetzt. |
| 1975 | 1975 wurde die Schülerbücherei in einen mustergültigen Zustand versetzt. |
| 1976 | Das Jahr 1976 brachte der Realschule die schon lange benötigte Ausstattung des Chemiesaales. |
| 1977 | Im Jahre 1977 ging es mit der Verringerung des Nachholbedarfes der Realschule weiter. Nachdem 1973 die Möbel und 1975 die technische Ausstattung für den Phonotypiesaal angeschafft worden waren, wurde 1977 mit dem Ankauf von 36 elektrischen Schreibmaschinen der Ausbau dieses Saales vollendet. |
| 1978 | 1978 erhielt die Realschule Plattling ein Esszimmer, damit die Mädchen ihre selbstgekochten Speisen nicht mehr in der Küche verzehren mussten. Als einen der letzten Sonderräume konnte man endlich auch das Handarbeitszimmer mit zehn elektrischen Nähmaschinen und einer zweckentsprechenden Einrichtung versehen. |
| 1979 | Am 1.8.1974 kehrte Maria Neuhauser als Konrektorin an ihre alte Schule in Plattling zurück, wo sie schon von 1952 bis 1965 als eine der ersten Lehrerinnen tätig war. 1966 wurde sie als Konrektorin an die neuerrichtete Knabenrealschule in Osterhofen berufen. Aus gesundheitlichen Gründen wurde sie 1979 vorzeitig pensioniert. Ihr folgte als Konrektor der bisherige Studienrat Edwin Lenhard. Im September 1962 war er als hauptamtlicher Religionslehrer nach Plattling gekommen. Auch das für 1979 geplante Vorhaben, alle Unterrichtsräume mit Verdunkelungsvorhängen und Tageslichtprojektoren auszustatten, konnte verwirklicht werden. Vorbereitende Unterredungen mit dem damaligen Kreiskämmerer Adolf Greil führten bald zu einem entscheidenden Gespräch mit Landrat Dr. Georg Karl und zu dem Kreistagsbeschluss, für die Realschule Plattling 1979 eine Pausenhalle zu planen. |




















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